United Kingdom – die Bilanz

Jetzt bin ich ein paar Tage zuhause und dabei, alles noch einmal nachzuarbeiten:
Kaum ein Bild wird unbearbeitet veröffentlicht (außer vielleicht denen, die schon im hier Blog sind), fehlende Bilder  werden ergänzt (es lohnt sich also, hier noch mal die Kapitel der Reise durchzublättern). Tippfehler werden verbessert, aber das ist eine unendliche Geschichte …

Die gps-Tracks der gesamten Route habe ich zusammengefügt, man kann die Strecke jetzt hier bewundern. 
Den Schnipsel von Aberdeen bis Montrose habe ich weggelassen. Rechne ich ihn dazu, sind es 1623 km gewesen.

Ich war unzufrieden mit mir, und das konnte man sicher auch beim Lesen spüren. Ich komme immer wieder an Punkte, an denen ich glaube das Alter zu spüren oder vielleicht ist  einfach mein mangelndes Training.  Ja, so ein Fahrt ist immer wieder ein dickes Stück Selbsterfahrung im Kampf gegen die eigene Ungeduld. Aber auch immer wieder das Erleben fremder landschaftlicher Schönheit und der Natur.
Ich beobachte viel und mache mir meine Gedanken über die liebenswerte englische Umständlichkeit und seltsam anmutende Gewohnheiten, wie eigentlich eindeutige Verkehrszeichen noch einmal mit Aufforderungen zu versehen: S-Kurve: „Reduce speed now!“
Und dann ein dickes SLOW auf der Straße. Ob das mehr hilft als bei uns ohne diesen Hinweis?
Oder eine Steigung, bei deren Oberkante man nicht sieht, wie es weitergeht: „Blind summit“. Was denn sonst?  Bushaltestellenüberdachungen stehen alle „falsch herum“ und sind zur Fahrbahn hin geschlosssen, auch Bänke am Wegesrand stehen immer mit dem Rücken zum Weg.
Ach und der Linksverkehr. Selbst am Ende musste ich immer noch wieder aufpassen, beim Einbiegen in eine andere Straße nicht instinktiv auf die rechte Seite zu wechseln. Ein paar mal ist es mir passiert, zum Glück bremste ich sofort, hielt an und so passierte dann nichts – aber einmal fast, als ich beim Rechtsabbiegen nicht „übersetzte“, dass ich ja auf erst den Gegenverkehr warten muss, wie bei uns beim Linksabbiegen. Prompt bekam ich eine pädagogische Abmahnung ein paar MInuten später im Supermarkt von einem besorgten Herrn, der das wohl gesehen hatte…
Nachdem ich dann inzwischen umgelernt hatte, entgegenkommenden Radfahrern links auszuweichen statt rechts, wäre ich auf dem Heimweg vom Flughafen Tegel fast mit einem entgegenkommenden Radfahrer zusammengerasselt …

Will ich noch mal nach Großbritannien? Ich glaube nicht. Jedenfalls nicht mit dem Fahrrad. Mein Vorurteil, dass mir das Wetter zu wechselhaft ist, wurde in der zweiten Hälte, so ab Lancaster, absolut bestätigt. Kalter Wind, Regen und nass geschwitzte Kleidung passen nicht so gut zusammen. Aber nett sind sie, oft überraschend hilfsbereit (bis auf die Fahrradmechaniker) und sehr neugierig, wenn jemand etwas in ihren Augen ungewöhnliches tut.

 

 

 

Veröffentlicht in: Blog

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