Skandinavien 5.-7.Tag

22. Juli 2016

Wie ist denn das nun hier mit dem Radfahren in Schweden?
In den Städten sind Rad- und Fußwege miteinander kombiniert, das ist einerseits sehr tolerant, andererseits macht es die Verkehrsführung besonders an Kreisverkehren etwas unübersichtlich. Ach, jetzt geht es da drüben auf der linken Seite weiter, kann man das nicht vorher ankündigen??? Radfahrer dürfen auch die Fußgängerüberwege (Zebrastreifen) benutzen und brav bremsen alle Autos. Man fährt auch links gegen die Fahrtrichtung, Hauptsache die Radfahrer sind runter von der Straße … Von Süd nach Nord bis hoch oben nach Haparanda an der finnischen Grenze wird das Land von der E 4 durchpflügt, die meist auobahnmäßig ausgebaut ist und oft ist dann natürlich Radfahren dort verboten. Es wäre auch nicht sehr attaktiv angesichts der  Verkehrsflut. Dies führt nun aber  dazu, dass man mehr oder weniger große Umwege fahren muss. Über nette Sträßchen, die alte Reichsstraße oder aber auch ungepflasterte Waldwege (also fester Lehm mit etwas Schotter und zum Glück  wenigen Schlaglöchern). Dafür aber munter hoch und runter über die Berge. Die ragen zwar topografisch nicht sehr hoch, aber es fühlt sch für mich an wie in Ontario. Und es zerrt an meiner Kondition, wenn ich mal wieder schieben muss, weil ich unterhalb von 5,5 km/h den Lenker  nicht mehr gerade halten kann.
Heute kam ich an den Punkt, and dem ich definitiv auf die Autobahn MUSSTE. Sonst wäre der Umweg riesig geworden. Und siehe da, wenn man muss, darf man auch. Zumindest fehlt dann das Radverbotsschild. Aber eben auch ein passabler Seitenstreifen. Also immer schön auf den 20 cm rechts der weißen Linie lang balancieren, was bergauf ein richtiger Drahtseilakt ist. Zum Glück wurden die schwedischen Autofahrer zur höflichen Rücksichtnahme erzogen, sie lassen auf „normalen“ Straßen schon mal 2 m Platz beim Überholen. Aber auf der E4 kollidieren Enge und Tempo. Nach etwa 12 km ein Schild: Campingplatz! Mir reichte es erst mal. Nichts wie runter!

Veröffentlicht in: Blog

2 Gedanken zu “Skandinavien 5.-7.Tag

  1. Erdmuthe schreibt:

    Das liest sich so, als wärst Du ziemlich gestresst. Ich habe meinem Mann ( erfahrener N in S- Kenner mit dem Auto) das vorgelesen . Er fragt sich, warum Du nicht den Inlandsvägen gewählt hast gen Norden …

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    • felixxbln schreibt:

      Ja, aber ich kann damit umgehen und nehme es als Herausforderung. Ich folge mehr oder weniger dem cycelpåret längs ostkusten. Das lässt sich jetzt nicht mehr ändern, da meine Fähre von Helsinki zurück gebucht iist.

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