England – die zweite Woche …

…müsste es eigentlich heißen, aber ich merke, ich komme in Teufels Küche, wenn ich fortlaufend berichten will. Denn erstens ist nicht mal das erste Kapitel vollendet, weil ich einfach zu müde war an jenem Abend, und zum anderen – BRAUCHE ich einen Tisch, um ordentlich tippen zu können und den habe ich auf Campingplätzen hier nirgends zur Verfügung. Der Rattenschwanz unerzählter Geschichten wird so immer länger. Dazu kommt meine englischsprachige facebook-Gruppe, die nach Berichten hungert…

My facebook group

Also dachte ich mir, ich erzähle nur noch mehr oder weniger bebilderte Anekdoten.

Zum Beispiel, dass die Briten allesamt sehr freundlich und aufgeschlossen, extrem hilfsbereit (bis auf die Fahrradhändler, aber das kommt noch) aber auch neugierig sind. Selbst die Kollegen von der Radsportler-Fraktion zollen mir erkennbar Respekt, wenn sie mich mit meinem Truck überholen. Ansonsten wird ständig das beladene Fahrrad bestaunt als wäre es ein Krokodil in der Sahara …, ich muss dauernd Neugier-Fragen beantworten und mich zwingen nicht unwirsch  einsilbig zu antworten, weil ich es eigentlich hasse, von Hinz und Kunz ausgefragt zu werden.

Zu den positiven Erlebnissen gehört das ältere Ehepaar, das allein einen kleinen Campingplatz betreibt. Ich klopfte an das einzige belebte Gebäude und es öffnete eine zerbrechliche ältere Dame gefühlt Mitte 80 und bestätigte, dass hier die Rezeption sei. Ja aber der Platz gehöre doch zu einem ominösen Campingclub, ob ich denn Mitglied wäre? Das musste ich verneinen, die nehmen wohl auch eh nur Briten mit Jahresmitgliedschaft. Aber, weil ich ja so weit mit den Fahrrad angereist sei, nun ja, würde sie ihren Mann empfehlen, eine Ausnahme zu machen (außerdem war der Platz auch ganz leer). Er kam dann und stimmte zu, meinte, wenn eine Inspektion käme, solle ich sagen, ich sei ein Freund der Familie … Die beiden waren .. nun ja, vielleicht wie Philemon und Baukis.

Das war noch in Cornwall. Dann kommt Devon, wo es genau so weiter geht. Hier ein paar Bilder.

Blick nach Dartmoor

(Lange dachte ich aufgrund düsterer Geschichten, Dartmoor sei ein Moor. Umso überraschter war ich als ich die Strecke plante zu sehen, dass es offensichtlich ein kleines Gebirge ist … also habe ich es ausgelassen).

Devon, nicht Mecklenburg

Dieser Pfau war zunächst der einzige sichtbare Mitarbeiter des Farm-Campings in Taunton … Ich warne vor Campingplätzen mit Pfauen (es müssen mindestens 10 von ihnen gewesen sein), denn in der Dämmerung (abends UND morgens!) beginnen sie mit einem maunzenden Krähen und kennen keine Gnade für Schlaf suchende Camper.

Bemerkenswert finde ich auch dir Üppigkeit vieler Bäume hier, besonders alte, mächtige Eichen, etliche stünden davon bei ins unter Naturschschutz, sind häufig in der Landschaft anzutreffen. Hier in Overton, wo ich gerade am Küchentisch meines Gastgebers sitze, gibt es die vermutlich ältesten Eiben Englands (1500-2000 Jahre).

Uralt Eibe

Sogar die Queen soll schon extra zum Staunen hergekommen sein.

Schluss für heute: Fortsetzung folgt!

Veröffentlicht in: Blog

Ein Gedanke zu “England – die zweite Woche …

  1. daniela schreibt:

    😉
    Lese mit Vergnügen den Bericht der zweiten Woche, bevor ich zur Arbeit gehe. Danke auch für die schönen Bilder!
    Weiterhin gute Reise … und einen Tisch …
    – dann gibt’s mehr der amüsanten Lektüre
    😉

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